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Ensemble tiefsaits

tiefsaits ist ein junges Berliner Ensemble, das sich auf historische tiefe Streichinstrumente wie Barockcello, Viola da Gamba und Violoncello piccolo spezialisiert hat.

Die drei Musikerinnen widmen sich einem breit gefächerten Repertoire, das vom Renaissance-Consort über hochbarocke Sonaten bis zur virtuosen Musik der Romantik reicht. Sie erforschen die Möglichkeiten des tiefen dreistimmigen Ensembleklangs und die vielseitige Rolle des Cellos durch die Jahrhunderte.

tiefsaits präsentiert in seinen Aufführungen sowohl selten gehörte Originalwerke als auch eigene Bearbeitungen. Obwohl das Ensemble eine historische Perspektive einnimmt, finden sich in seinen Programmkonzepten immer wieder Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und philosophischen Themen sowie die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponist*innen. So thematisieren sie beispielsweise die Klimakrise in Cassandras Stimme, die individuelle Erfahrung von Zeit in Die gestohlene Zeit inkl. Uraufführungen des Komponisten Friedemann Stolte und einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit einem Berliner Independent-Kino, oder Letzte Worte in Zusammenarbeit mit dem Vokalensemble AELBGUT, in dem verschiedene musikalische Sprachen miteinander verschränkt und Werke von Monteverdi und Schütz zeitgenössischen Werken von Reena Esmail zur Seite gestellt werden.

Zu den erfolgreichsten eigenen Bearbeitungen gehört die Bearbeitung der Suite in d-moll für Solovioloncello von J. S. Bach für Cellotrio. Die künstlerische Arbeit und Forschung von tiefsaits wird regelmäßig von Institutionen wie dem Berliner Senat, der Kulturfunke Lübeck oder der Deutschen Orchesterstiftung gefördert. Aktuelle Konzert-Highlights sind eigene Programme beim AEQUINOX Festival, dem Schützfest Dresden, oder dem Quedlinburger Musiksommer.